Mädchen und Jungen…

...sind etwas Besonderes

Unsere Schule ist wie alle anderen staatlichen Schulen grundsätzlich Koedukationsschule. An unserer Schule wollen wir das Bewusstsein für Partnerschaftlichkeit, für die Gleichberechtigung beider Geschlechter sowie für das Respektieren der persönlichen Intimsphäre eines jeden entwickeln und fördern. Weibliche und männliche Erfahrungsweiten sollen im Rahmen der Auseinandersetzung mit Geschlechtsrollenerwartungen sowie mit unterschiedlichen Lebensstilen und -Situationen gleichermaßen zum Ausdruck kommen. Aber auch geschlechtsspezifisch unterschiedliche Entwicklungsbedürfnisse sollen Berücksichtigung finden, mädchen-und jungenspezifische Themen sollen gesondert bearbeitet werden. Unterschiedliche kulturelle und religiöse Wertvorstellungen sind auch hierbei unterrichtsrelevanter Bestandteil. Wir wollen den Schülerinnen und Schülern helfen, sich stärker mit ihrer Geschlechtsrolle auseinander zu setzen, Ich-Stärke, Einfühlungs- und Abgrenzungsvermögen, den Respekt vor dem persönlichen Bereich und den Gefühlen anderer zu entwickeln und zu fördern. Wir wollen ein stärkeres Maß an Möglichkeiten des Ausdrucks von Emotionen ermöglichen. Fast alle Unterrichtsbereiche und Kurse können hierzu einen Beitrag leisten. Dabei kann die zeitweise Teilung der Klasse in geschlechtshomogene Gruppen sinnvoll sein. Dieses wird bei uns in einigen Klassen in Sexualerziehung und Sport sowie im Kursprogramm erprobt. Bei der Verteilung der Lehrpersonen auf die jeweiligen Klassen legen wir an unserer Schule besonderen Wert auf die Zusammenstellung geschlechtsheterogener Teams, so dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, sich auch innerhalb der Klasse an eine weibliche oder eine männliche Lehrperson wenden zu können.

 

An Förderschulen werden mehr Jungen als Mädchen aufgenommen und unterrichtet (Verhältnis 6:4). Vielfältige wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Jungen in Klassen und Lerngruppen durch ihr geschlechtstypisches Verhalten die Aufmerksamkeit und Energie der Lehrkräfte in viel höherem Maße beanspruchen als Mädchen. So „erzwingt' die Gruppe der Jungen durch ihr agressiveres Verhalten (Nichteinhalten von Regeln, destruktive Beiträge, Beschädigungen, Zerstörungen usw.) intensivere - wenn auch negative - Zuwendung. Beispielsweise durch Vertrauens-, Kooperations-, Rollen- und geregelte Kampfspiele im Unterricht bzw. im Kursprogramm, durch Entspannungs-, Atem- und Stimmübungen im Therapiebereich wird an unserer Schule versucht, stereotype Geschlechtsrollen aufzulösen und ein neues partnerschaftliches Verständnis von Jungen und Mädchen resp. Frauen und Männern zu fördern.

Aktuell

Starke Schule

Training zur Stärkung der sozialen Kompetenz - Förderung durch die Hertie-Stiftung. Mehr…

Klasse Kochen

Schülerfilm „Ab in die Kiste“ als Beitrag zum KLASSE, KOCHEN!-Wettbewerb. Mehr…