Leitlinien unseres Handelns

Jedes Kind und jeder Jugendliche hat ein Recht auf umfassende schulische Bildung und Förderung. Unsere Schule will ein demokratisch verfasster und pädagogisch gestalteter Lebens- und Lernraum sein, in dem sich alle wohl fühlen können. Das Schulklima soll so entwickelt sein, dass alle sich angenommen und gestützt fühlen. Oft sind existenzielle Lebensprobleme Auslöser für Lernschwierigkeiten oder umgekehrt. Deshalb ist nicht nur Lern-, sondern auch Lebensbegleitung notwendig.

 

Durch das Verhalten der Erwachsenen, durch entsprechende didaktische Konzepte, durch kind- und jugendgerechte Gestaltung von Lerninhalten und -orten wollen wir den Schülerinnen und Schülern positive Verwirklichungsmöglichkeiten anbieten. Das Streben nach persönlichem Glück kann dabei nur in einem Klima der Gegenseitigkeit, der Zugehörigkeit und der Geborgenheit verwirklicht werden. Jeder soll spüren, dass er etwas wert ist, dass er gebraucht wird, dass es Spaß macht mit ihm und anderen zusammen zu sein, dass es sich lohnt zu leben und zu lernen. Wir wollen, dass sich die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten aller Schülerinnen und Schüler möglichst optimal entwickeln können. Kindern und Jugendlichen müssen deshalb individuell auf sie bezogene Räume, Situationen, Gelegenheiten zum Lernen - auch in ihrer jeweiligen Muttersprache – bereit gestellt werden. Wir wollen dabei nicht nur Zeit und Raum zum Lernen, sondern auch zur Muße anbieten. Dieses gilt besonders für selbstgesteuerte Begegnungen der Kinder und Jugendlichen untereinander (z. B. in der Pausenhalle beim gemeinsamen Frühstück, in der „pädagogischen Insel“ usw.). Selbstorganisierte Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler (wie Ausflüge, Musik- und Tanzveranstaltungen usw.) werden deshalb besonders unterstützt. Die Lernenden müssen begleitet, ermutigt, gestützt, geschützt, ermahnt, gefordert, getröstet, bestätigt werden. Wir müssen Kindern und Jugendlichen beistehen, wenn sie Angst, Schuld, Bosheit, Lüge, Zweifel, Misstrauen, Selbstsucht überwinden wollen. Wir wollen nicht ihren Willen brechen, sondern sie die Kunst der Verständigung lehren, sie bereit machen, Verantwortung zu übernehmen. Der Grundsatz der Achtung, Rücksichtnahme und Toleranz bezieht sich dabei auf scheinbare Gegensatzpaare wie groß-klein, stark-schwach, Mädchen-Junge, Inländer-Ausländer. Schülerinnen und Schüler erlernen nur bei Aufgabenübertragung Mitverantwortung. Schülerkonferenz, Urwahl des Schülerrates, offen erkennbare und zugestandene Mitgestaltungsmöglichkeiten können Beispiele erlebter Demokratie sein. Dieses gilt auch für die Lehrkräfte: team-teaching, gegenseitige Hospitationen, gemeinsame Erfahrungen in Gruppen, stärkere Beteiligung an schulischen Entscheidungsprozessen usw. können Vorbildcharakter haben.

 

Die individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler bezüglich Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, Leistungsvermögen usw. können durch Formen der äußeren und der inneren Differenzierung (wie jahrgangsübergreifende Klassen und Kurse; Beachten der unterschiedlichen Lerntempi, Motivationen, Interessenlagen, Neigungen usw.; durch Offenen Unterricht, Projektunterricht, Einbeziehung außerschulischer Lernorte) Berücksichtigung finden. Ernstcharakter bei der beruflichen Orientierung (so Kooperationen mit Gewerbeschulen, innerschulische Projekte und Schülerfirmen, Praxistage), Verantwortung für Erhaltung, Schutz und Ausbau der natürlichen Umwelt (so Gartenkurs, naturbezogene Erlebnisreisen), Förderung der internationalen Vernetzung (so Beteiligung am Comenius-Projekt) können den notwendigen Lebensbezug in der Schule verdeutlichen. Wir streben an, dass sich Schülerinnen und Schüler mit unserer Schule, ihrer Arbeit und ihren Produkten identifizieren, dass sie stolz auf ihre selbst geschaffenen Ergebnisse sind und in der Öffentlichkeit dazu stehen.

Aktuell

Starke Schule

Training zur Stärkung der sozialen Kompetenz - Förderung durch die Hertie-Stiftung. Mehr…

Klasse Kochen

Schülerfilm „Ab in die Kiste“ als Beitrag zum KLASSE, KOCHEN!-Wettbewerb. Mehr…