Unsere Schülerinnen und Schüler...

... haben Anspruch auf individuelle Förderung

Jede Schülerin und jeder Schüler bringt einen einzigartigen Schatz von Erfahrungen für das Lernen, das Verstehen und das gemeinsame Arbeiten ein. Jede und jeder ist bezüglich ihrer bzw. seiner Eigenschaften, Interessen, Fähigkeiten und Lernbedürfnisse einmalig. Wir müssen uns dem Anspruch stellen, der großen Verschiedenheit der Kinder und Jugendlichen Rechnung zu tragen. Hier gilt es bei der Ausarbeitung der Grundsätze für die Organisation des Lehrens und Lernens anzusetzen. So soll der Unterricht von der Vielfalt der Erfahrungswelten der Schülerinnen und Schüler ausgehen und diesen Bereich planmäßig erweitern. Die Bedeutung der Lerninhalte für das gegenwärtige und zukünftige Leben der Schülerinnen und Schüler liefern den Maßstab für ihre Auswahl. Folgende Aspekte der Differenzierung der Unterrichtsarbeit sind an unserer Schule vor allem von besonderem Gewicht und prägen das Schulklima:

 

  • Berücksichtigung der Vielfalt von Lernstrategien, -fertigkeiten, -fähigkeiten
  • Berücksichtigung des jeweiligen Störungsbildes (bspw. Sprach-, Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen, Lernausfälle und -störungen)
  • Berücksichtigung des unterschiedlichen Arbeitstempos
  • Berücksichtigung und Lenkung der Interessen (bspw. bei der Bestimmung der Kursinhalte und der Kursauswahl)
  • Berücksichtigung der jeweiligen Muttersprache (bspw. Anteil des muttersprachlichen Unterrichts)
  • Beeinflussung der Lerneinstellung (bspw. durch das Schaffen von Erfolgserlebnissen und motivationalen Strukturen)
  • Förderung der Vorlieben und Talente der Schülerinnen und Schüler- Förderung von Selbstständigkeit, Eigentätigkeit und Verantwortung- Förderung von Neugier und Lernfreude- Förderung der gegenseitigen Hilfe- Förderung von Toleranz, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit
  • Organisation von Binnen- und Außendifferenzierung
  • Organisation unterschiedlicher Sozialformen
  • gezielte Einbeziehung der Motorik
  • gezielte Einbeziehung einer alle Sinne ansprechenden Anschauung.

 

Bereits bei der Überprüfung der Schülerinnen und Schüler auf sonderpädagogischen Förderbedarf wird die individuelle Ausprägung von Lernstrategien, -fertigkeiten, -fähigkeiten und -gewohnheiten zur Ausarbeitung eines individuellen Förderkonzeptes erfasst. Dabei wird besonders Wert auf die Feststellung des speziellen Förderbedarfes im Bereich Lernen, Sprache, Wahrnehmung und Bewegung gelegt, um hier gezielte Hilfen - zum großen Teil in der Schule - planen zu können. 


Obwohl die methodische Gestaltung des Unterrichts in die Entscheidung der jeweiligen Lehrkraft in eigener Verantwortung gelegt ist, haben sich mehr und mehr in allen Klassen Formen des geöffneten Unterrichts (Projektunterricht, Wochenplanunterricht, handlungsorientierter Unterricht usw.) durchgesetzt, um die individuellen Besonderheiten der Kinder (z.B. Arbeitstempo, Ansprechbarkeit, Lernniveau) besser berücksichtigen zu können.


Sinnesschulung und Bewegung machen Unterricht nicht nur fasslicher und lebendiger, sondern helfen auch dem einzelnen Kind und Jugendlichen, Unterrichtsinhalte besser und vollständiger sowie vernetzter zu erfassen. Ein Austausch von Unterrichtseinheiten und -erfahrungen ist zu organisieren. Zudem werden unterschiedliche Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenunterricht), jahrgangsübergreifende Klassenorganisation, klassenübergreifende Gruppenbildung auch am Vormittag erprobt. Teamteaching und Doppelbesetzungen lassen organisatorisch einen höheren Grad von Differenzierung und Individualisierung zu, mussten jedoch wegen Ressourcenkürzungen deutlich eingeschränkt werden. Es arbeiten möglichst eine weibliche und eine männliche Lehrkraft zusammen, um der Schülerin bzw. dem Schüler auch eine geschlechtsspezifische Orientierung zu ermöglichen.


Bevor das Kursprogramm am Nachmittag festgelegt wird, werden die Schülerinnen und Schüler nach ihren Wünschen und Interessen in jeder Klasse befragt. Dieses geht wesentlich in die Planung mit ein. Bei der späteren Auswahl der Kurse wird versucht darauf hinzuwirken, dass die Schüler weitere Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben können. In zwei Sprachen (Türkisch, Romanes) wird z.Zt. muttersprachlicher Unterricht angeboten. Wir wollen die Berücksichtigung der jeweiligen Muttersprache in unserer Schule betonen bzw. würdigen (Vorlesewettbe-werb, Internationale Feste).Sowohl im Klassen- und Kursunterricht als auch übergreifend wird durch Anerkennung von Einzelarbeiten (bspw. in Ausstellungen, Präsentationen, positive Rückmeldung an die Eltern) das individuelle Erfolgserlebnis gefördert, dieses gilt aber auch für Gruppenarbeiten und -leistungen. Indem an die Interessen und Talente der Schülerinnen und Schüler angeknüpft wird, kommt es zur Motivationssteigerung und zu einer stärkeren Bejahung des Unterrichtes. Indem Schülerinnen und Schülern bei der Gestaltung des Unterrichts und im „normalen" Schulalltag Verantwortung für bestimmte Unterrichtsbereiche und -aufgaben (z.B. Frühstückskiosk) übertragen wird, wird Eigentätigkeit und Selbstständigkeit gestärkt. Durch die Öffnung des Unterrichts nach außen (verstärkte Unterrichtsgänge usw.) als auch für Außenstehende (so das Hereinholen von Fachleuten für bestimmte Unterrichtsinhalte und -gegenstände) wird Neugier und Lernfreude geweckt und gefördert.


Ein noch stärkerer Erfahrungsaustausch unter den Pädagoginnen und Pädagogen unserer Schule ist geplant und muss im Hinblick auf Konferenzen und schulinterne Fortbildung weiter organisiert werden. Besonderes Augenmerk wird auf das Training von Kommunikations- und Konfliktfähigkeit gelegt, um das individuelle Verstehen aller untereinander zu fördern. Hierbei ist auch Unterstützung von außen (andere Träger wie REBUS, ASD, Jugendpolizei, Beratungsstellen, LI) nötig, um gerade in Einzelfällen geeignete Hilfen geben zu können. Diese soll Kindern, die gerade nicht mehr in der Lage sind, am Klassenunterricht teilzunehmen, individuelle Hilfestellung geben, sich wieder in die Großgruppe einzufinden, ohne dass - durch ihr Verhalten bedingt - es zu Sanktionen kommt. Kontakt zu anderen Schulen und Einrichtungen, das Üben vor Ort im Sinne eines Verhaltenstrainings wird erprobt und muss im Hinblick auf Erfolge reflektiert werden.

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