Unsere Schule schafft Grundlagen für den Beruf

In den Abschlussklassen sollen die Schülerinnen und Schüler unterstützt werden, sich frühzeitig mit dem Berufsleben auseinanderzusetzen und sich auf eine spätere eigenständige Lebensführung vorzubereiten. Der Übergang der Jugendlichen von der allgemeinbildenden Schule in die Berufsschule und das Beschäftigungssystem muss gut vorbereitet werden. Für die Schülerinnen und Schüler der Förderschule ist eine individuelle Unterstützung beim Integrationsprozess in das Arbeitsleben erforderlich.


Neben der Berufsorientierung behandelt der Unterricht Themen wie Wohnen, Umgang mit Behörden, Gesundbleiben, Kindererziehung etc. Zentrales Element in den  Klassen 8 und 9 sind Praxistage in Betrieben, Einrichtungen oder schulinternen Projekten. Die Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler in den Betrieben machen, werden in den Unterricht einbezogen. Jeder Jugendliche hat in der Klassenleitung Ansprechpartner, die beraten und den gesamten Prozess unterstützen. 


Die Schule Pröbenweg verknüpft in den Klassen 8 und 9 das Lernen im Unterricht mit den Erfahrungen in außerschulischen Lernfeldern. Der Freitag ist für alle Schülerinnen und Schüler ein Praxistag. Die Schülerinnen und Schüler suchen vorrangig einen Platz in einer Firma oder Einrichtung der Arbeitswelt. Die Schülerinnen und Schüler werden von den Lehrern in den Betrieben besucht und unterstützt. 


Auch schulinterne Projekte stehen zur Verfügung. Hier haben die Schülerfirmen „PröPartyProfis“, „Gute Arbeit“ (ein Projekt, das handwerkliche Aufträge ausführt) sowie das Gartenbauprojekt z.T. eine lange Tradition. Praxisgruppen in der Computeranwendung, die Elemente des „Europäischen Computerführerscheins“ erarbeitet, sowie in der Holzwerkstatt ergänzen das Angebot. 


Die Erfahrung zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler in den „Ernstsituationen“ oft andere Seiten ihrer Persönlichkeit zeigen können. Häufig führt das Erleben des „echten“ Lebens auch dazu, dass sie klarere Ziele für den schulischen Unterricht anstreben und sich stärker für das Lernen motivieren. Die Leistungen, die sie im Praxistag erbringen, werden im Zeugnis dokumentiert.


In Klasse 7 bereitet der Unterricht allmählich auf die Themen der Berufsorientierung vor und gibt erste Einblicke in die berufliche Wirklichkeit. Die Schülerinnen und Schüler werden von Mitschülern und Lehrern über Praxistage informiert, sie überlegen sich, welchen Praxistag sie gern machen möchten, die Lehrer unterstützen die Suche nach Plätzen. 


In Klasse 8 steht im Vordergrund: „Welche Tätigkeit würde mir Spaß machen? In welches Tätigkeitsfeld würde ich gern mal hineinschnuppern?“ Zunächst ist nicht wichtig, ob die Schülerinnen und Schüler diesen Beruf später wirklich einmal ergreifen möchten und können. Erst einmal sollen sie erfahren, was es bedeutet, sich in einem Betrieb zurechtzufinden. Sie beobachten Erwachsene in ihren Tätigkeiten. Sie erleben, welche Bedeutung Einsatzfreude, Zuverlässigkeit, Höflichkeit und gutes Arbeitsverhalten haben. Sie lernen berufstypische Tätigkeiten kennen und auszuüben. Im Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler u.a. eine Bewerbung zu schreiben. Die Suche nach Praxisplätzen wird geübt und Bewerbungstraining durchgeführt.


In Klasse 9 sollen die Praktika zielgerichteter ausgesucht werden. „Welche Tätigkeit könnte ich mir als Berufsfeld vorstellen? Wo habe ich realistische Chancen, eine Anstellung zu finden?“ Ziel in Klasse 9 ist es, die Auswahl der Praktikumsstellen daraufhin zu prüfen, ob sie den Schülerinnen und Schülern auf dem Weg zu einem Ausbildungsplatz oder zu einer Anstellung nach der Schulzeit weiterbringen. Später können die Jugendlichen an persönliche Kontakte anknüpfen, die während der Schulzeit entstanden sind. Die (guten) Beurteilungen, die die Betriebe und Einrichtungen für die Schülerinnen und Schüler abgeben, sind häufig wichtige Dokumente im Gespräch mit der Arbeitsagentur und in der kommenden Suche nach einer Arbeitsstelle.


Während der 9. Klasse findet ein erstes Treffen mit dem zuständigen Mitarbeiter der Arbeitsagentur statt. Dieses dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Nach Beendigung der Förderschulzeit besuchen unsere Schülerinnen und Schüler häufig die AV-Klassen der Berufsschule. Die Schule Pröbenweg arbeitet dabei mit der W 1 eng zusammen. 

 

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