15 Jahre Ohrensausen

Geschichte eines Erfolgs

Jeder, der das Musikfest Ohrensausen besucht hat, war bisher von zwei Dingen beeindruckt: Zum Einen von dem erstaunlichen Musikprogramm, das die etwa 300 jungen Musiker unterschiedlicher Schulformen und unterschiedlichen Alters auf den drei Bühnen präsentierten, und zum anderen vom friedlichen Miteinander der über 2.300 jungen Besucher, von denen oftmals selbst ihre Lehrer anderes Verhalten gewohnt sind.

Es begann vor 15 Jahren

1994 wollte das Schulfernsehen unserer Schule sein 5jähriges Bestehen feiern. Die Idee, ein Musikfest für die Sonderschüler Hamburgs und alle anderen Schüler unseres Schulkreises zu organisieren, wurde geboren. Natürlich waren wir sehr unsicher. Niemand in Hamburg hatte bisher Erfahrungen mit dem Zusammentreffen vieler hundert Schüler dieser Einrichtungen. Als sich die Anmeldezahl der 1.000 näherte, zogen wir die Notbremse und ließen keine weiteren Anmeldungen mehr zu. Das erste Musikfest Ohrensausen wurde ein großer Erfolg. Unser Konzept erwies sich als richtig: 

  • Nur ganze Schulklassen durften kommen. 
  • Das Fest dauerte nur 3 Stunden am Vormittag. 
  • Musikgruppen verschiedener Schulen und bekannte Bands sorgten für ein abwechslungsreiches Musikprogramm.
  • Mehrere Discos sorgten für Stimmung.
  • Die Attraktionen wurden so über die Zeit verteilt, dass nie Langeweile aufkommen konnte.

Eigentlich sollte es nur einmal stattfinden

Nach dem Fest wurden wir mit Dankschreiben von anderen Schulen überschwemmt. Mit diesem Echo hatten wir nicht gerechnet und sahen uns nun in der Pflicht 1995 weiterzumachen. Wir wurden mutiger. Diesmal ließen wir 1.250 Schüler auf unser Gelände. 1996 waren es bereits 1.350 und in den folgenden Jahren stiegen die Besucherzahlen kontinuierlich. 


Aber es wuchsen auch die Herausforderungen. Die Einnahmen durch den Eintritt konnten die Kosten nicht abdecken. Obwohl unsere Schule eine eigene Bühne kaufte, fehlte noch immer eine zweite Auftrittsmöglichkeit für Schülerbands und der Bedarf nach einer weiteren Bühne für mehr Tanzvorführungen konnte auch nicht befriedigt werden.

Unsere Retter: SAGA-GWG und die Kulturbehörde

Erst die Entscheidung der SAGA das Ohrensausen ab 2000 als Sponsor zu unterstützen und die Entscheidung der Kulturbehörde unsere Veranstaltung zu fördern, änderte die Situation. Für die SAGA und die Kulturbehörde lagen die Gründe für eine Förderung auf der Hand:

  • Das Ohrensausen stellte einen wichtigen Beitrag zur Integration behinderter Kinder und zum gewalt- und drogenfreien Leben dar.
  • Das Musizieren der Schüler wurde in Hamburg zu wenig gefördert und zu selten kamen Kinder in den Genuss „handgemachter“ Musik.
  • Zu selten wurden musizierenden Schülern professionelle Bedingungen für eine Vorführung geboten. 


Die SAGA entschied sich, einen SAGA-Musik-Talentwettbewerb ins Leben zu rufen und uns mit der Durchführung zu betrauen.Die bessere finanzielle Ausstattung und die technische Unterstützung durch die SAGA ermöglichte tiefgreifende Veränderungen. Die Werbung konnte verbessert werden, die zweite Bühne wurde endlich Wirklichkeit und auf unserem Schulhof entstand ein Pavillon, der als Tanzbühne dienen konnte. Endlich konnten wir den vielen interessierten Schülerbands und den Tänzern eine Auftrittsmöglichkeit bieten. Zudem freuten sich die Musiker über den Wettbewerb und die schönen Preise.

Wie lange noch?

Unsere ganze Schule steht hinter dem Ohrensausen. Unsere Schüler, das Kollegium und die Eltern, aber auch unsere Sekretärin, der Hausmeister, das Reinigungs- und Küchenpersonal - alle arbeiten Jahr für Jahr unermüdlich am Gelingen dieses Events mit.Natürlich hoffen wir, dass uns auch unsere Sponsoren und Förderer die Treue halten. Wir sind zutiefst dankbar für ihre Unterstützung. Ohne die Förderung durch SAGA GWG, Kulturbehörde, McDonalds, GEW, VDS und HVV ist unsere Veranstaltung nicht denkbar.

Ein Bericht bei Hamburg1

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