Die Gewinner des Hamburger Bildungspreises 2010 der am 11.11.2010 vergeben wurde: eine Kinderkrippe, eine Kita und acht Schulen. Wir gewinnen die Auszeichnung, die in diesem Jahr das erste Mal von der Hamburger Sparkasse und dem Hamburger Abendblatt vergeben wurde. Eine siebenköpfige Jury hat die Zehn Sieger aus 160 hochwertigen Bewerbungen ausgewählt. Die Preisträger erhielten zur Preisverleihung ihre Urkunden und ein Sparbuch mit einem Guthaben in Höhe von 10.000 Euro.
Hamm-Mitte. Sie nennen sich „Gute Arbeit“, „Grüne Hand“ und „PröPartyProfis“. Die Handwerker, die Gartenbauer und die Mitarbeiter des Catering-Service sind Schüler der Förderschule Pröbenweg. Sie machen so gute Arbeit, dass sie inzwischen mit vergleichbaren Einrichtungen in diesem Berufsfeld konkurrieren und sich teils sogar dagegen durchsetzen. Die Pröbenweg-Kids werden hamburgweit engagiert. Die Bucerius Law School und das hamburgische Finanzamt buchen die „PröPartyProfis“ regelmäßig für ihre Veranstaltungen. In der Nachbarschaft packen die „Grünen Hände“ bei der Neugestaltung von Spielplätzen und Grünanlagen an. Und die „Guten Arbeiter“ sind schon als Team nach Schweden gereist und haben mit ihren handwerklichen Fertigkeiten innerhalb einer Woche eine marode Scheune fachgerecht renoviert. Die drei Schülerfirmen der Förderschule Pröbenweg in Hamm-Mitte sind Teil eines Gesamtprojekts mit dem schönen Namen „Ärmel hochkrempeln", initiiert von den beiden Lehrern Stefan Romey und Willi Winkelmann. Das Projekt verfolgt mehrere Ziele: Es vermittelt den Schülern, die aufgrund von Lernproblemen keine Regelschulen besuchen, Lerninhalte durch praktische Arbeit. „Wenn unsere Gartenbauer beim Auffüllen einer Sandkiste lernen, wie Volumen berechnet wird, dann bleibt das hängen“, sagt Winkelmann. „Genauso, wenn sie für Fliesenlegerarbeiten die Fläche und den Materialverbrauch errechnen.“ Diese Art des Lernens trägt zum erfolgreichen Einstieg der Jugendlichen ins Berufsleben bei. Das Feedback der Unternehmen gibt Romey und Winkelmann recht: „Die meisten unserer Jugendlichen finden einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz oder den Weg zum nächsten Schulabschluss.“
Mit dem Projekt „PröRiesling“ wurde im Rahmen der berufsorientierenden Bildung gezeigt, dass eine Schülerfirma einen Betrieb, in diesem Fall ein Weinfachgeschäft, organisieren kann. Dem Vertrauen des über 460 Jahre alten Weinguts „Dalbergerhof“ und der Eignerfamilie Strauch in Osthofen (Rheinhessen) war es zu verdanken, dass wir ein solches Projekt mit SchülerInnen unter Echtbedingungen machen konnten. Hierbei handelte es sich nicht einfach um den Abverkauf von Wein, sondern um den Einblick der SchülerInnen in den gesamten Produktionsprozess der Weinproduktion und der Vermarktung. Über Buch- und Lagerhaltung, Kundenkontakt und Verkaufsservice hinaus lernten die Jugendlichen die Kultur des Weinanbaus kennen. Im Vordergrund stand dabei die Einbindung der Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten in die verschiedenen Arbeitsfelder. Das Projekt endete, als die Familie Strauch ihr Filialnetz umorganisierte.
Mainz (ots) - Die Hamburger Förderschule Pröbenweg hat den Schülerwettbewerb zu dem erfolgreichen ZDF-Zweiteiler „Neger, Neger, Schornsteinfeger“ (Sendung im ZDF am 1. und 2. Oktober 2006) gewonnen. Für ihren Filmbeitrag mit dem Titel „Kannst du es fühlen?“ erhalten die elf Schüler der Klasse 7/9 mit ihrem Lehrer Willi Winkelmann den Hauptpreis, eine Klassenreise nach Berlin mit Besuch des ZDF-Hauptstadtstudios.
Bei dem ZDF-Wettbewerb waren Schulen aus ganz Deutschland aufgerufen, in Texten, Fotografien und Filmen das Thema „Mein Freund sieht anders aus als ich“ zu bearbeiten. Unter den zahlreichen Einsendungen hatte die dreiköpfige Jury, der neben Veronica Ferres als Vorsitzender auch Drehbuchautorin Beate Langmaack und ZDF-Redakteur Günther van Endert angehörten, keine leichte Wahl. Der Beitrag der Förderschule Pröbenweg wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet , weil er nach Auffassung der Jury in filmisch besonders einprägsamer Weise davon erzählt, dass bei aller Verschiedenheit der Menschen ihre Gefühle gleich sind.
Im Zeitraum vom 20. September bis zum 30. Oktober 2006 beteiligten sich Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern an dem ZDF-Wettbewerb. Nach Sichtung der eingereichten Gedichte, Kurzgeschichten, Erfahrungsberichte, Märchen, Fotocollagen, Musikclips, fiktionalenKurzfilme und Montagen zogen die Juroren ein erfreutes Resümee: „Der Wettbewerb hat einen erhellenden Einblick in den Alltag und die Gefühle der zehn- bis 15-jährigen Schüler gegeben und deutlich gemacht, wie wichtig es ist, das Fremde, das Andere in unserer Gesellschaft zu thematisieren. Ein Dank geht vor allem an die Lehrerinnen und Lehrer, die sich für dieses Projekt engagiert haben.“
Neben dem Hauptpreis wurden zahlreiche Sachpreise vergeben, die Gewinner wurden inzwischen benachrichtigt. Nach Möglichkeit sollen alle ausgezeichneten Beiträge in den kommenden Wochen im Internet veröffentlicht werden.